Sicher präsentieren heißt, auch mit den Augen beim Publikum zu sein. Das ist nicht so einfach, gerade wenn man nervös ist. Hier kommen ein paar Tipps, wie es gelingt, vor Menschen zu reden und dabei den Blickkontakt zu halten.
Wer eine Rede oder eine Präsentation hält, hat viel zu tun. Der Inhalt muss ebenso passen wie die Art der Darbietung, der zeitliche Ablauf und die Visualisierungen, dann gibt es da noch die Hände, die Bewegung im Raum, den Kampf gegen die Nervosität und – ach ja – das Publikum! Und das ist anspruchsvoll, es wird nicht gerne ignoriert. Die beste Art, ihm zu vermitteln, dass wir es als Redner oder Rednerin wahrnehmen, ist, es anzusehen.
Blickkontakt mit dem Publikum – weg von den Unterlagen!
Der erste Tipp lautet also, suchen Sie den Augenkontakt mit dem Publikum. Das bedeutet freilich, den Blick von den Unterlagen, den Spickzetteln oder der Power-Point-Präsentation zu lösen. Der Vorteil: Sie wirken kompetenter, selbstsicherer und offener. Umgekehrt werden Ihre Zuhörer:innen es Ihnen mit höherer Aufmerksamkeit danken.
Wie das mit dem Blickkontakt am besten funktioniert, hängt natürlich auch von der Größe der Gruppe ab. Stehen oder sitzen wir fünf Menschen gegenüber, können wir sie mit den Augen noch alle einzeln abklappern. Befinden sich 50 Menschen im Raum, geht das schon nicht mehr. Und horchen uns 500 Menschen zu, gelten wieder eigene Gesetze, weil ich gar nicht mehr jede:n sehen, geschweige denn ansehen kann.
Der Blick zwischen die Augen
Beginnen wir mit kleinen Gruppen: Wenn Sie theoretisch noch allen Zuhörer:innen abwechselnd in die Augen schauen könnten, Ihnen das aber unangenehm ist oder es Sie aus dem Konzept bringt, dann versuchen Sie diesen Trick: Schauen Sie stattdessen auf die Nasenwurzel oder auf die Stirn. Sie sind weniger abgelenkt und die Person wird es kaum merken, zumal sie ja den Blick ohnedies bald jemand anderem zuwenden. Man sagt: drei bis fünf Sekunden sind ein guter Zeitraum.
Den Blick schweifen lassen
Ist die Gruppe größer, hilft es, das Publikum in Sektoren einzuteilen und jedem Feld ein paar Sekunden der Aufmerksamkeit zu schenken. Im Grunde ist es egal, wie Sie es anlegen, solange Sie keine größeren Bereiche auslassen. Wer Methoden mag: Manche Blickverläufe haben es sogar zu eigenen Namen gebracht, etwa der Zickzack-Blick, der Dreieck-Blick oder die V-Technik (links vorne, Mitte hinten und rechts vorne) und die W-Technik (das Pendant mit einem Haken mehr).
Wenden Sie diese Methode der abwechselnden Blicke in verschiedene Richtungen und Tiefen auch an, wenn Sie wegen starker Scheinwerfer überhaupt kein Publikum sehen. Ihre Blicke werden dennoch ankommen.
Konzentrieren Sie sich auf die freundlichen Gesichter
Und noch ein Tipp, der Ihnen Sicherheit bei Ihrer Präsentation verleiht: Konzentrieren Sie sich nicht auf die eine Person, die grantig und mit verschränkten Armen in der ersten Reihe sitzt. Sie wissen nicht, warum diese Person unfreundlich schaut, vermutlich hat es gar nichts mit Ihnen zu tun. Suchen Sie sich lieber ein paar freundliche Gesichter und treten Sie mit diesen in Blickkontakt. Das stärkt Ihr Selbstvertrauen.
Und lächeln Sie. Die Augen werden mitlächeln.
Mehr davon?
Lesen Sie hier, wie Sie vor Publikum sicher stehen oder was Sie bei Präsentationen mit Ihren Händen machen.


